Strömung im Meerwasseraquarium richtig einstellen

Strömung ist im Meerwasseraquarium genauso wichtig wie Licht und Wasserwerte. Sie bringt Sauerstoff, transportiert Futter, verhindert Ablagerungen und hilft Korallen beim Stoffaustausch. Trotzdem wird sie oft erst beachtet, wenn Sand verweht, Korallen beleidigt schließen oder sich Schmutz in Ecken sammelt.

Was gute Strömung leisten soll

  • Ablagerungen vom Riffaufbau fernhalten
  • Korallen gleichmäßig mit Wasser umspülen
  • Futter und Nährstoffe verteilen
  • Sauerstoffversorgung unterstützen
  • tote Ecken im Becken vermeiden

Direkt oder indirekt anströmen?

Die meisten Korallen mögen keine harte Dauerströmung direkt auf das Gewebe. Besser ist eine indirekte, wechselnde Strömung. Pumpen können gegen Scheibe, Oberfläche oder Riffaufbau gerichtet werden, damit die Bewegung weicher und breiter wird.

Strömung für verschiedene Korallen

Weichkorallen kommen oft mit moderater Bewegung zurecht. LPS-Korallen brauchen genug Strömung, sollten aber nicht so stark stehen, dass das Gewebe dauerhaft gegen das Skelett gedrückt wird. Viele SPS-Korallen mögen kräftigere, wechselnde Strömung.

Tote Ecken erkennen

Tote Ecken erkennt man an Mulm, Detritus, Cyanobelägen oder Futter, das immer an derselben Stelle liegen bleibt. Kleine Änderungen an Pumpenwinkel und Leistung bringen oft mehr als der Kauf einer weiteren Pumpe.

Praktische Einstellung

  1. Pumpen zunächst niedrig bis mittel einstellen.
  2. Futterpartikel oder feines Staubfutter als Strömungsanzeiger beobachten.
  3. Korallen über mehrere Tage beobachten.
  4. Ablagerungen im Riffaufbau prüfen.
  5. Erst Winkel ändern, dann Leistung erhöhen.

Fazit

Gute Strömung sieht man nicht nur an bewegten Polypen. Man erkennt sie daran, dass Schmutz nicht liegen bleibt, Korallen natürlich stehen und kein Tier dauerhaft gequält wirkt. Kleine, überlegte Anpassungen sind besser als ständiges Umstellen.